Fachseminar uFORM iFORM und Systemischer Realkonstruktivismus

Mein Fachseminar besteht aus drei Modulen:

Kommunikation – Reorganisation des Unbestimmten

Kommunikation – Reorganisation des Unbestimmten liefert Ihnen die Möglichkeit, angepasst an die Anforderungen heutiger Komplexitäten emergente Analysen von Erwartungsstrukturen und Kommunikationsprozessen vorzunehmen und diese anschließend neu zu orientieren. Erstmals ist es möglich, komplexe kognitive und soziale Verhalte an Emulationen zu untersuchen, die Strukturen mit Hilfe von FORMen zu analysieren und sich dann zu veranschaulichen, welches System sich in welche Richtung entwickelt, ändert sich die FORM.

Funktionale Kommunikation, funktionale Orientierung und Organisation sind zwar nicht strukturdeterminiert, wohl aber strukturmotiviert. Mit uFORM iFORM und den daraus folgenden Überlegungen und Tools lässt sich zeigen, dass und wie die zugrunde liegenden FORMen Konflikt- und Kooperationsprozesse, Funktionalität der Organisation und Leichtgängigkeit von Denken und Kommunikation auch in komplexen Prozessen und Umwelten ausdifferenzieren, motivieren, einschränken, ermöglichen oder verhindern.

Dem systemischen Gedanken der Komplexitäts- und Kontingenzöffnung wird durch konkrete Analyse die Möglichkeit hinzugefügt, generelle Vorhersagen machen und gerichteter orientieren/motivieren/strukturieren/organisieren zu können. Damit wird die Systemik den Anforderungen heutiger Unternehmen, Think Tanks, Arbeitsgruppen, Therapiesituationen, persönlicher Weiterentwicklung in komplexen Umwelten gerecht, an denen die unklaren FORMen des „es ist komplex“ scheitern, weil auch ihre Potenziale und konkreten Handlungsmöglichkeiten unklar bleiben.


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Quo vadis, Homine

In diesem Workshop werden wir uns vor allem der Frage widmen, welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten wir benötigen, um in der Ära von Wirklichkeitsemulation als Individuum und als Sozialgemeinschaft überleben, wachsen und schaffen können.

Über welche Fähigkeiten verfügen wir bereits? Welche Potenziale tun sich auf? Wie schaffen wir die Transition von Algorithmisierung/Digitalisierung/Vernetzung/Globalisierung in Industrialisierung hinüber in Wirklichkeitsemulation spielerisch?

Um diese Frage(m) beantworten zu können, braucht es funktionale Modelle zu: Wo stehen wir? Was sind unsere derzeit größten Probleme? Worauf läuft es gerade – soweit absehbar – hinaus? Welche Konzepte funktionieren/reichen nicht mehr? Wo sind wir betriebsblind? Was sind unsere wertvollsten Assets?

Quo vadis, Homine soll auf neue Horizonte verweisen, aber ich möchte auch die Probleme diskutieren, die uns derzeit ausbremsen – dabei handelt es sich (für den einen oder anderen vielleicht überraschenderweise) unter anderem ausgerechnet um Probleme, die mit moderner Systemik kommen.

Mir liegt am Herzen zu demonstrieren, dass und wie Knopfdruckproblemlösungen nicht funktionieren, dass aber auch rein auf Komplexität und Ambivalenz ausgerichtetes Denken in eigene und einige Schwierigkeiten führt – das gilt auch und besonderes in persönlicher Weiterentwicklung und unternehmerischer Intelligenz, die nach dem Gewinn von unklaren Formen aus der Unklarheit nicht mehr herauskommen. Das Unbestimmte kommt mit der gleichen Berechtigung wie das Bestimmte.

Ich möchte mit den Workshop-Teilnehmern persönliche und berufliche Erlebnishorizonte aufspannen und ausarbeiten, wie dysfunktional angewendete Konzepte von „Information“, „Digitalisierung“, „Ambivalenz“ in kognitive, kommunikative und emotionale Engpässe führen und wie wir solchen Fallen entkommen können. Dazu werden wir auf Ergebnisse aus unserer Forschung zurückgreifen und unter anderem mit Hilfe von Computeremulationen begreifen, was funktioniert und was nicht.

Am Ende unseres Workshopabenteuers wird ein gemeinsam erarbeitetes komplexes Modell fundamentaler Konzepte und weiterführender Antworten stehen, die in allen Subsystemen zeitgemäß Anwendung finden können. Wir werden systemisch denken, wir werden global denken, wir werden folgerichtig denken, wir werden über den anthopozänen Menschen und seine Qualitäten sprechen, und wir werden persönliche und gemeinsame Erfahrungen in diesen Qualitäten machen und im Dialog erleben, was uns ausbremst und was uns weiter bringt.

Wir werden ein emergentes Modell menschlicher Kognition und Kommunikation diskutieren, wir werden über Dimensionierung und Differenzierung als Voraussetzung für Komplexitätsverarbeitung und funktionale Resilienz und Empathie sprechen, über ein sinnvolles Komplexitätsverarbeitungsmodell, das unsere Vorstellungen von kognitiver, sozialer und emotionaler Intelligenz ergänzt und erweitert, und darüber, wie wir uns effektiv und effizient einbringen können. Und all das werden wir sehr praktisch und unter Einbeziehung der persönlichen Erfahrungen aller Workshopteilnehmer tun und dafür die Modelle der transdisziplinären und transformativen Wissenschaft nutzen, die durch unsere Verbindung von Systemtheorie und Automatentheorie aufgeschlossen wird.
So sehen wir Evolution bei der Arbeit zu, indem wir selbst praktisch und aktiv tätig werden.


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Komplexität

Während die ersten beiden unabhängig voneinander stehen, kann das dritte Modul nur von denjenigen gebucht werden, die an den anderen teilgenommen haben. Im dritten Modul werden die Erkenntnisse der ersten beiden im Kontext praktischer Komplexitätsverarbeitungsarbeit integriert. Texte hierzu werden folgen, sobald eine hinreichende Teilnehmerzahl vorhanden ist.

Interessenten können sich bei mir direkt melden: gitta.peyn@formwelt.info.

Über mich

Mein Mann Ralf und ich sind die Entwickler des semantisch und formal selbstgenügsamen linguistischen Systems FORMWELT, einer Programmiersprache für Sprache(n) und Bedeutung, die von Mensch und Maschine gesprochen werden kann. www.formwelt.info

Im Verlauf einer Diskussion über den mathematisch-formalen Unterbau von FORMWELT entwickelte Ralf erst uFORM iFORM (www.uformiform.info) und danach zur Veranschaulichung seiner Anwendungsmöglichkeiten „Systemischer Realkonstruktivismus“. Beide Arbeiten sind mit einem Vorwort von Prof. Dr. Dirk Baecker und einer allgemein verständlichen Einführung von mir im als eBook konzipierten Gesamtwerk beim Carl Auer Verlag, Verlag für Systemische Forschung, erhältlich.

Im Anschluss habe ich damit begonnen, Kognitions- und KommunikationsFORMen in Konfliktstrukturen vor dem Hintergrund von Ideologie, einem funktionalen Informationsbegriff und Globalisierung zu untersuchen. Die folgenden Artikel und Gespräche mit interessierten Kollegen haben Ralf dazu motiviert, „Kommunikation – Reorganisation des Unbestimmten“ auszuformulieren.

Ich bin Autorin zweier systemischer Blogs, einer davon bei der Carl Auer Akademie (systemzeit), der andere unter eigener Regie: www.gitta-peyn.de.

Auf der einen Seite habe ich mich darauf spezialisiert, das mit meinem Mann entwickelte Material in verschiedenen Systemsprachen zu vermitteln (von wissenschaftlich bis alltagstauglich und allgemeinverständlich), auf der anderen Seite die praktische Anwendungsvielfalt unserer an der Basis wirkenden Modelle und Tools zu veranschaulichen und so zu helfen, diese neue transdisziplinäre und transformative Wissenschaft in Gesellschaft, Unternehmen und Privatleben anfassbar und wirkkräftig zu machen.

Meiner Ansicht nach kann Systemik nur dann ihrem eigenen Modellanspruch gerecht werden, wenn sie global vertikal und horizontal alle Sub- und Teilsysteme einbezieht – und wenn sie sehr menschlich den re-Entry vornimmt. Entsprechend konsequent ist mein Wirkkreis nicht auf die macht- und wirtschaftspolitischen Eliten beschränkt, ich bemühe mich, alle anzusprechen. Systemik meint für mich: wir sitzen alle im selben Boot, Lösungen kommen von überall her und betreffen auch alle.

Es ist wie mit einem Workshop. Man kann ihn sicherlich ohne jede Gemütlichkeit und gemeinsamen Austausch planen, gewissermaßen getrennt in Schlips und Jacket von sich selbst und anderen dasitzen und das Material zu lernen versuchen. Aber, wenn Sie mich fragen, sind Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ohne Soziales und Familie am Ende anwendungsleer. Ein systemischer Workshop ergibt doch ohne Apfelkuchen mit Schlag, die Lebendigkeit des anders Anderen, Lachen, gemütliche Stühle und fantastische Unterbringung langfristig nicht wirklich Sinn. Professionalisierung ist klasse, ich finde großartig, wenn jemand wirklich was kann. Aber den vom Leben getrennten Beobachter können wir vergessen, und wir lernen am besten, wenn wir vollständig anwesend sind: als integrierte und respektierte Menschen mit Kopf, Herz und Hand.

So halte ich es bei aller neuen Theorie und Technik unkompliziert. Eine entspannte, nachhaltige und menschliche Atmosphäre ist mir wichtig, und das gilt zuhause wie auf meinen Seminaren, Vorträgen, Coaching und Workshops.

Ich bin in 1965 Lübeck geboren und mag die See, den weiten Blick und gutes Marzipan. Aber im Wendland bin ich aufgewachsen, weshalb mir ebenso gemütliche Stimmung, gründliches Nachdenken und gemeinsames Schaffen wichtig geworden sind. Hier arbeite und forsche ich mit meinem Mann und finde in der ländlichen Ruhe die Kraft und Ideen für individuelle und globale Probleme, Herausforderungen und Chancen.